Wellington, Tag 183: Neue Neuigkeiten!

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Ja, da war doch was… Genau! Dieses Blog, das wir führen!

Es ist mal wieder Zeit, euch auf dem Laufenden zu halten. Tut uns leid, dass dieser Artikel etwas auf sich warten lies.

Immer noch in Wellington, verbringen wir hier eine super tolle Zeit! Nachdem wir mit unseren vielen neuen deutschen Freunden gegrillt haben und viel Spaß hatten, sind Nico, Joschi und Kai weiter gezogen. Jetzt sind wir mit David allein, denn Gert ist seit vorgestern Abend auch weg auf die Nordinsel. Nächste Woche fahren wir ebenfalls weiter nach Norden, um am 29. von Auckland aus den Flug nach Fiji anzutreten. Ich sage lieber „Fiji“, da mir das eingedeutschte Wort „Fidschi“ zu blöd ist…

Dort erwartet uns tolles Wetter, noch bessere Strände und NOCH MEHR gutes Wetter und Wärme! Besonders der Kontrast von „Windy Wellington“ und dem neuseeländischen Winter wird sehr schön werden. Ohne Jacke konnten wir hier schon lange nicht mehr raus gehen und die letzten Nächte im Van waren bei 2°C nicht all zu bequem. Außerdem ist Sebastians Luftmatratze platt und er schläft quasi auf dem Holzunterbau. Bisher konnten wir uns noch nicht bequemen, eine neue Matratze zu kaufen…

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Unter unseren vielen Bekanntschaften sind auch zwei Mädchen aus Litauen. Sie sind etwas älter als wir und nach ihrem einjährigen Aufenthalt in England, bleiben sie nun einige Zeit in Neuseeland. Mit ihnen unternehmen wir viel, gehen shoppen, trinken Kaffees und essen in den Cafés und Restaurants, in denen sie arbeiten. Dort gibt es lecker Moccachino, oder zur Abwechslung einen „Chai Latte“ (Latte mit Zimt und Sojamilch).

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Die meiste Zeit verbringen wir, wie so oft in einer der vielen Bibliotheken oder bei gutem Wetter auch mal an der „Waterfront“.

Eines Tages haben wir uns Inline Skates ausgeliehen und die Mädels haben sich Longboards geliehen (lange Skateboards zum „cruisen“). Danach stand für sie der Entschluss fest, sich Longboards anzuschaffen, um damit zur Arbeit zu fahren und spaß zu haben. Wir waren anfangs sehr versucht, haben uns den Gedanken aber vorerst aus den Köpfen geschlagen, da so ein Longboard zwischen 300 und 600 NZ$ kostet.

Nach der Arbeit haben uns die beiden mitgenommen zu ihrem lieblings Sushiladen. Dort haben wir unsere Vorliebe für Sushi gefunden. Also man kann es essen… 🙂
Mittlerweile waren wir ein paar mal mit ihnen dort. Da man je ausgegebene 20 NZ$ dort eine Suppe umsonst bekommt, die beiden jedoch Vegetarier / Teilzeitveganer sind, bekommt Sebastian die Suppe immer.

Beim Shopping sind für uns bisher neue Hosen, T-Shirts und für Sebastian auch Schuhe rausgesprungen. Des Weiteren habe ich endlich die Zeit gefunden, mir die Haare schneiden zu lassen. Die Versuche, mit dem Haarschneider selbst Hand anzulegen, blieben erfolglos. Nach mehreren Nachfragen nach Bildern, hier das Ergebnis offiziell: Oben lang und zu den Seiten hin kürzer; in Neuseeland ist dieser Haarschnitt wohl sehr angesagt und besonders die „Künstlerfreunde“, wie wir sie nennen, tragen diesen. Das macht mich somit automatisch zu einem neuseeländischen Künster… Mal was neues 🙂

Da unsere WOF (Warranty Of Fitness) (ähnlich, wie TÜV) bald ausläuft, mussten wir das Auto gestern zur Technischen Abnahme geben. Da ein Scheinwerfer in den letzten Tagen kaputt ging (Birne durchgebrannt), haben wir dies kurzum selbst repariert, um die teuren Werkstattkosten zu sparen – easy peasy, kein Problem für uns Mechaniker! 🙂

Als wir dann beim VTNZ (Vehicle Testing NZ) waren, wurden leider Mängel an der Lenkung festgestellt, wodurch uns die WOF vorerst verwehrt wurde. In eingefedertem Zustand entsteht vorne zu viel Spiel, darum haben wir den Van heute Morgen zur Werkstatt gegeben, um die Probleme beheben zu lassen. Man konnte uns noch nicht sagen, ob es ein „günstigeres“ Problem an der Aufhängung ist, oder etwas schwerwiegenderes an der Lenkung. Vorhin habe ich den unschönen Anruf bekommen, dass es wohl das schlechtere von beiden sei und die Reparatur um die 500 NZ$ kosten wird! Andernfalls würden wir keine WOF bekommen, aber wir brauchen das Auto schließlich noch etwas. Wir könnten zwar unter der Hand für knapp 100 NZ$ eine Warranty ausgestellt bekommen, das ist jedoch keine Option für uns, denn Sicherheit geht vor!! 😉

Zusätzlich zu dem WOF haben wir eine Komplettinspektion machen lassen (für nur 20 NZ$ mehr), die bestätigte, dass das Auto ansonsten in einem top Zustand ist. So ziemlich kein Rost, super Motor und einwandfreie Elektrik. Öl müssten wir nur nachfüllen und wegen der schwachen Batterie wieder längere Strecken fahren – ab nächster Woche geht es ja auch wieder zurück auf die Straße!

Wir wollen das Auto natürlich in gutem Zustand weiterverkaufen und so war es zu erwarten, dass noch einige Reparaturen am Auto fällig sein werden, bevor wir es reinen Gewissens weitergeben können. WENN es jedoch so weit ist und wir den Toyota abgeben, wird er in einem absolut lupenreinen TOP-Zustand sein, vermutlich weitaus besser, als die meisten Vans, die hier umher gurken. Da haben wir schon den einen oder anderen Knüller gesehen. Aber wie gesagt, unser Van ist für die Ewigkeit gebaut! Wenn er so gut läuft, auch wenn er fast 350.000 km runter hat, kann man das mit Stolz behaupten!

*Einfügung: Die Rechnung lief auf 549 NZ$ hinaus! Dafür haben wir jetzt die WOF und für die Nächste Zeit Ruhe. *

Da ist gerade ein schöner Landrover Defender an der Bibliothek vorbeigefahren. Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir einen sehen.

Wie gesagt, ab nächster Woche sind wir wieder unterwegs. Wie schon zuvor erwähnt, geht unser Flug am 29.07. von Auckland aus, also müssen wir 3/4 der Nordinsel wieder hochreisen.

Wenn man es sich mal so vor Augen hält, neigt sich unsere Reise mit großen Schritten dem Ende. Das größte Abenteuer unseres Lebens ist bald schon wieder vorbei. Nachdem wir Fiji beendet haben, kommen Sebastians Eltern und sein Bruder, dann folgt die BEST-OF-TOUR durch Neuseeland (das wird noch richtig schön), 3 Tage Hong Kong und dann stehen wir auch schon wieder in Deutschland auf der Matte – und sehen euch alle wieder! Da freuen wir uns natürlich sehr drauf, aber wir werden unsere zweite Heimat und die vielen neuen Freunde die wir hier gefunden haben sehr vermissen.

Also dann, schöne Grüße aus der Hauptstadt,
Euer Leon

P.S. Ich hatte doch die Geschichte mit den Longboards angefangen, die wir uns aus dem Kopf geschlagen haben. Das Ende der Geschichte ist, dass wir uns zwei Skateboards gekauft haben. Zum einen hier als Transportmittel, zum anderen als super klasse Spaß auf Fiji. Bilder und weitere Infos werden im nächsten Artikel folgen.

Wellington und so … Sturm, Erdbeben und Fiji

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Wir sind tatsächlich immer noch in Wellington und das wird wohl auch noch ein paar Tage so bleiben. Wir haben hier super nette neue Freunde (ebenfalls Backpacker / Work&Traveler) gefunden und es macht einfach viel mehr Spaß zusammen Dinge zu machen. Außerdem gibt es hier sehr schöne Libraries in Wellington, ein Dach über dem Kopf und Strom sind gute Vorraussetzungen an unserer App weiter zu arbeiten.

Das Wetter ist sehr wechselhaft. Die letzten Tage hatten wir Glück und so gab es seit etwa 4 Tagen keinen Regen mehr, das ist wohl ein neuer Rekord. Kühl ist es meist, daran haben wir uns aber schon gewöhnt. 7 bis 11 Grad haben wir hier etwa im Schnitt. Was es hier wirklich IMMER und im Überfluss gibt, ist Wind. Es windet überall und einfach ständig. Momentan weht es mir durchgehend das Display meines Notebooks zu, während ich hier Tippe, da der Wind so stark ist.

Für heute ist auch eine Sturmwarnung oder so etwas in die Richtung für Wellington und Umgebung rausgegeben. Ab mittags soll es wohl noch viel mehr winden und anfangen sehr viel zu regnen für die nächsten 12 Stunden. Danach wird es wohl (hoffentlich) wieder besser. Es soll wohl so stark sein, dass Dächer abgedeckt werden können und Seen und Flüsse im Pegel stark ansteigen, so zumindest die Warnung. Mal sehen …

Vorgestern waren wir kurz in einer Library und durften dort unser erstes kleines Erdbeben miterleben. Ich dachte erst, jemand wackelt an meinem Stuhl, da war allerdings niemand 😐

Ist schon unheimlich, wenn alles plötzlich anfängt leicht zu wanken und man nichts machen kann. Es war aber nur ein kleines Beben und nach wenigen Sekunden wieder vorbei.

Eine weitere Neuigkeit, die euch vielleicht interessieren könnte: WIR FLIEGEN NACH FIJI!!! Juhuuuu

Aber mal ganz von vorne … ich hatte von Anfang an den Plan auf die Fijis zu gehen, während wir in Neuseeland sind. Bisher waren wir das aber noch nicht so richtig angegangen. Letzte Woche hatten wir dann mit zwei anderen (ebenfalls deutschen) Backpackern die Idee, ganz spontan, diese Woche auf die Fijis zu fliegen. Also haben wir uns in ein Cafe gesetzt und nach Flügen recherchiert. Das günstigste lag bei rund 1.200$ für Hin- und Rückflug. Zu Teuer. Fiji gestrichen!

Mich hat das Ganze aber nicht losgelassen und ich habe gestern und vorgestern noch recherchiert und habe Hin- und Rückflüge für 650$ pro Person bekommen und gestern gebucht.

Weitere Infos folgen bald, hier zieht jetzt langsam der Sturm auf …

Viele Grüße
Sebastian

Der Fotoguide – Fotografie einfach gemacht!

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Es ist so weit!!

Nach vielen Wochen oder gar Monaten, ist unsere App online im App Store erhältlich. Wir sind sehr erleichtert, dass dieser Schritt endlich vollbracht ist. Es sind viele Bilder von Neuseeland enthalten!

Wer die Möglichkeit hat, kann sich die App gerne zulegen und etwas damit spielen. Auf dieser Website gibt es Infos und Bilder zur App: Der Fotoguide – App

Wenn möglich, bitte noch eine Bewertung zur App schreiben 😉

Durch den Kauf der App unterstützt ihr unsere Reisekasse und durch positive Bewertungen (wenn euch die App gefällt) tut ihr uns einen unglaublich großen Gefallen!

Und nun wünsche ich viel Spaß mit DEM FOTOGUIDE!

Unser treuer Van

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Gerade am Anfang der Reise waren wir am Verzweifeln, was wir doch für einen Fehlkauf getätigt hatten. Völlig überteuert, schrottige Innenausrüstung, hoher Spritverbrauch und gleich ein paar Reparaturen. Immer wieder startet der Motor nicht und mit über 330.000 Kilometern auf dem Tacho kann kann die Gurke eigentlich gleich auf den Schrott fahren.

Glücklicherweise stellten sich diese, wohl voreiligen Einschätzungen in den meisten Fällen als unwahr heraus!

Aber fangen wir mal ganz von vorne an:

Wir haben den Van am Anfang unserer Reisen in Auckland beim Backpackers Carmarket gekauft. Dort sollte man KEIN Auto kaufen geschweige denn verkaufen. Bemüht man die Googlesuche findet man hunderte Backpacker, die beim Kauf und Verkauf aufs übelste übers Ohr gehauen wurden. Also lasst lieber die Finger von den Herrschaften. Wie es scheint sind wir mit einem etwas überteuerten aber im Nachhinein doch absolut zuverlässigen und nun guten Van davon gekommen. Leider hatten wir wie viele Backpacker keine Ahnung was für ein Auto wohl gut ist, wie sollte man auch. So was kann man im Grunde nur wissen, wenn man bereits einen Van hatte, in dem man mehrere Wochen gelebt hat, oder wenn man Informationsquellen (wie hoffentlich unseren Blog 😉 ) gelesen hat.

Wir hatten das Auto auf frühere Unfälle überprüft, indem wir uns die Spaltmaße angesehen haben. Spaßmaße, sind die Maße der Spalte zwischen Tür und Rahmen, Motorhaube und Seitenschwellern etc. wenn es einen Unfall gegeben hat, sind diese nicht mehr gleichmäßig. Auch der Abstand der Reifen in den Radkästen kann man zwischen rechts und links vergleichen und so evtl. eine verzogene Achse bzw. Karosserie feststellen. Auch das war bei dem Van nicht der Fall.

Die Innenausrüstung sah einigermaßen gut aus. Ein ausziehbares Bett, ein Gaskocher mit 2 Kochstellen, ein eingebautes Regal mit Klapptisch und eine Schaumstoffmatratze. Alles total versifft, aber naja.

Wie sich in den nächsten zwei Tagen rausstellte, war der Kocher unbenutzbar und defekt, die Gasflasche war leer und mit allem inkompatibel, das Bett war komplett schrott und so tief, dass man nichts darunter schieben konnte und allgemein, war die Bettkonstruktion mit dem nutzlosen Regal zu schmal zum schlafen und hat viel Platz unnötig verschenkt. Wir waren wirklich frustriert. So ein teures Auto gekauft und jetzt diese Erkenntnisse.

Nach etwas mentaler Unterstützung von zu Hause haben wir uns aufgerafft und die gesamte Inneneinrichtung rausgerissen, entsorgt und komplett neu konzeptioniert und mit ordentlichen Werkmitteln eingebaut.

Von da an wurde es immer besser. Man braucht einfach einige Wochen bis Monate, bis man weiß was noch fehlt, das dann kauft usw. … Mittlerweile haben wir so ziemlich alles und der Van läuft einfach nur super!

Anfangs hat er bei Geschwindigkeiten von um die 100Km/h stark vibriert. Dies lag aber an verstellter Spur und Sturz. Nach eine „wheel allignment“ und neuen Hinterreifen gehörte das auch der Vergangenheit an, außerdem ging der Spritverbrauch auch runter 🙂

Der Motor startete Anfangs sehr schlecht, da waren wir aber selber Schuld. Wir nutzen die Autobatterie viel um Handys, Notebook etc. zu laden und wenn die Autobatterie leer ist, startet es sich nunmal sehr schlecht. Wir haben auch ziemlich am Anfang eine neue Batterie gekauft als Ersatz. Diese werden wir in den nächsten Tagen fest ins Auto einbauen, dann sollte auch das Handy-Laden der Batterie nicht mehr viel anhaben können.

Wir sind vor etwa einer Woche von der Südinsel zurückgekehrt und haben dort in rund 6 Wochen 7.000 Kilometer zurückgelegt. Dabei sind wir zum Teil auch 700 Kilometer an einem Tag, also im Grunde am Stück gefahren. Während andere Autos da vielleicht überhitzen oder versagen würden, hat unser Van traumhaft durchgehalten und er fährt einfach nur super gut! So alt ist er auch noch gar nicht, Baujahr 1995 ist eigentlich noch gut im Rahmen.

Ebenfalls sehr positiv ist, dass wir kaum Öl nachschütten brauchen. Wir haben anfangs einen Liter gekauft, der ist mittlerweile fast aufgebraucht, aber der Ölstand ist auch komplett voll (so voll er sein darf). Viele ältere Vans brauchen pro Tank einen halben Liter Öl, dann geht das natürlich extrem ins Geld. Auch hier sind wir verschont geblieben.

Der Fehlkauf stellt sich also, nach unseren unzähligen Käufen und Umbauten, als doch kein Fehlkauf heraus. Wir hätten ihn preislich zwar günstiger bekommen können / müssen, aber das ist nunmal das Lehrgeld.

Wir haben bedauerlicherweise auch von Backpacker gehört, die wir getroffen haben, dass deren Van sich zu dem Zeitpunkt aufgelöst hat. Sie hatten ebenfalls den Fehler gemacht den Van beim Backpackers Carmarket in Auckland zu kaufen und haben sogar noch mehr bezahlt als wir. Auf jeden Fall kamen wohl die übelsten Benzingase beim Fahren in den Innenraum, der Ölverbrauch war immens hoch und die vorhergesagte Restlebensdauer für das Auto lag laut einer Werkstatt bei ein paar Hundert bis sehr wenige tausend Kilometer. Das wäre natürlich der Albtraum wenn wir so ein Auto erwischt hätten.

Abschließend lässt sich also sagen, Glück im Unglück. Und wir haben das Beste bzw. den besten (Van) daraus gemacht 8-).

Viele Grüße
Sebastian

 

Wellington, Tag 155: Hier bleiben wir

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Nachdem ich bereits sagte, dass wir hier so ziemlich alles finden, was wir brauchen, hat sich dieser Status weiter verbessert. Nachdem wir erst im Flughafen geduscht haben, dann letztens im Schwimmbad, haben wir gestern auf unserem Backpacker-Parkplatz von anderen deutschen erfahren, dass es ganz in der Nähe an einem Bootsclub gratis Duschen gibt. Da werden wir demnächst hinpilgern. Jeden Tag laufen wir etwa 5 km vom Parkplatz zur Bibliothek und weitere 5 zurück.

Besser wäre es natürlich, wenn die „Nation Library“ länger als bis um 17:00 geöffnet hätte, aber im Anschluss an die Library bleibt und der Starbucks ganz in der Nähe, der bis 23:00 geöffnet hat.

An Strom gebunden, wandern wir so von Einrichtung zu Einrichtung und richten uns dort ein 😉

Letzten Abend haben wir uns etwas mit den deutschen Backpackern auf dem Parkplatz unterhalten. Einige sind schon länger hier und kennen sich mittlerweile untereinander. Wir gehören wohl bald auch zu dieser Gruppe der Langzeit-Wellingtoner. Eine Hauptstadt bietet sich förmlich dazu an, länger zu bleiben. Wir kennen uns in Central-Wellington schon recht gut aus und wissen, wo wir was finden. Am Wochenende kann man hier auch gut feiern, wie wir gehört haben!

Nach dem langwierigen Copyright-Problem mit der App und vergeblichen Versuchen, von der Firma „Polaroid ©™“® eine richtige Rückmeldung zu bekommen, musste Sebastian eine Menge Bilder neu machen. Dann kann die App demnächst wieder eingereicht werden und nach einer weiteren Woche Review-Zeit, ist sie dann hoffentlich erhältlich! Wir sind bereits an weiteren Projekten dran, um uns die Reise nach Fiji zu „verdienen“. Jetzt haben wir ja alle Zeit der Welt und Ruhe, um zu arbeiten.

Eure local Kiwis!

Benzinpreise in Neuseeland

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Die aktuellen Benzinpreise liegen sind wie auch in Deutschland von Tankstelle zu Tankstelle etwas unterschiedlich.

Die AKTUELLEN Preise sind wie folgt:

Standard (Benzin 91 Oktan):

2,05 bis 2,12 NZ$ pro Liter

Diesel:

Etwa 1,50 NZ$ pro Liter

Diesel ist zwar billiger, man muss jedoch alle 5000 km (bin mir nicht ganz sicher ob es 5000 km sind) eine Karte kaufen, die quasi der Dieselsteuer entspricht. Letztendlich geben sich so Diesel und Benzin nicht wirklich was im Literpreis.

Wir haben einen Benziner, deshalb kenne wir uns da etwas besser aus. Die Benzinpreise lagen am Anfang unserer Reise etwa auf dem aktuellen Niveau. Also um die 2NZ$ pro Liter. Zwischendurch gingen die Preise dann immer weiter hoch und lagen eine Zeit lang bei etwa 2,40 pro Liter. Sehr seltsam?

Mittlerweile, etwa seit einem Monate, sind die Preise wieder gefallen. Erst lagen sie bei etwa 2,18 pro Liter und jetzt sind sie wieder an den meisten Tankstellen (hier in Wellington) bei 2,05NZ$ pro Liter. Die Preise sind normal ziemlich einheitlich für ganz Neuseeland. Ausnahme sind abgelegene Tankstellen, die z.B. beim Cape Reinga ihre Lage ausnutzen können, da es sonst einfach keine andere Tankmöglichkeit gibt, da zahlt man dann auch bis gut 3$ pro Liter. Ein kleiner Ersatzkanister lohnt sich also immer …

Unser Van verbraucht je nach Fahrweise etwa 9 bis 12 Liter auf 100 Kilometer. Wenn man es ruhig angehen lässt, sind 9 Liter auf 100 Kilometer aber keine große Schwierigkeit.

Soviel mal zu diesem Thema.

Viele Grüße
Sebastian

Internet und Netzabdeckung in Neuseeland

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Bevor für uns die Reise nach Neuseeland los ging, war eine der vielen offenen Fragen: „Wie sollen wir bloß ohne Internetanbindung überleben können?“.

Da wir es ohne Internet wohl nicht überlebt hätten und ihr sonst auch nicht so regelmäßig von uns hören würdet, haben wir uns schon vorher ein paar Gedanken dazu gemacht.

Anfangen möchte ich mit der Netzabdeckung in Neuseeland, also wo hat man Handyempfang und damit auch Internetempfang.
Während man es in Deutschland doch ziemlich gewöhnt ist überall mindestens zwei oder drei Striche an der Empfangsanzeige seines Handys zu sehen, so ist das in Neuseeland etwas anders. Generell ist es so: Hat man Empfang ist er unglaublich gut. Hat man keinen, hat man eben KEINEN.

Ländliche Gebiete haben keinen Empfang. Die Sendemasten stehen immer in den Städten oder größten Dörfern. Wo Menschen leben, hat man also eigentlich immer Empfang.

Wie schon gesagt, wenn man dann Empfang hat, ist dieser super. Wir konnten Internetgeschwindigkeiten von bis zu 400 KB/sek Up UND Dowm erreichen, das sucht man in Deutschland in der Regel vergebens. Das ist also sehr erfreulich! Meist übernachtet man auch in der Nähe von Städten, Städttchen oder Dörfern und kann dann abends in der Regel ins Internet.

Soviel zur Netzabdeckung dem dem mobilen Internet. Nun zum allgemeinen Internet. Neuseeland ist eine Insel und wie es scheint gibt es nur ein „kleines“ Unterseekabel raus in die Welt. In Neuseeland gibt es, so wie wir es bisher erfahren konnten, keine Flatrates. Mit einem Festnetzanschluss bekommt man 30 Gb/Monat und dann wird die Geschwindgikeit auf Modemverhältnisse gedrosselt. Gegen einen kleinen Obolus lässt sich das Monatsvolumen verdoppeln. Nach den 60 Gb ist dann aber wirklich Schluss und man muss sich langsam fortbewegen.

Im Grunde ist das für Reisende weniger wichtig, ist man sich aber dieser Tatsache bewusst, so wird schnell klar, wieso es eigentlich keine freien WiFis gibt. Die Ausnahme macht hier Mc Donalds. In fast allen Filialen bekommt man kostenloses WiFi, also kabelloses Internet. Beschränkt ist man auf 50MB/Tag. Für die E-Mails etc. reicht das also schon einmal. Das Netz ist meist aber sehr langsam. Andere freie WiFis findet man in einigen der Public Libraries also der öffentlichen Bibliotheken. Dort kann man auch problemlos sein Notebook zum Laden einstecken.

Unsere Internetlösung:
Da wir nicht nur über die vereinzelten freien WiFis ins Netz kommen möchten, sondern lieber etwas unabhängiger sind, haben wir uns gleich am Anfang unserer Neuseelandtour einen Vertrag bei Vodafone NZ (beste Netzabdeckung in NZ) geholt. Es handelt sich dabei um den größten Datenvertrag. Für monatlich etwa 70$ bekommen wir so 4GB Daten. Wenn wir diese überschreiten, kostet es 30$ und wir haben noch einmal 4GB an Daten für den Monat zur Verfügung. Wenn wir diese 8GB dann überschreiten, wird’s teuer …
Als wir den Vertrag abgeschlossen haben, lief eine Aktion, so mussten wir die ersten sechs Monate nur die Hälfte zahlen.
Man kann mobiles Internet bei Vodafone auch ohne Vertragsbindung haben. Dann sind die monatlichen kosten (wenn man das Internet nutzt) allerdings etwas höher. Wir haben uns ausgerechnet, dass es für uns durch die Aktion billiger kommt, wenn wir den Vertrag über 12 Monate abschließen, auch wenn wir nur 9 davon nutzen.

Wir nutzen jeden Monat die 8 GB komplett aus. Weniger „nerdige“ Leute kommen sicher auch gut mit 4GB im Monat aus ;).

Zu dem Vertrag gab es einen Surfstick dazu. Wir nutzen allerdings einen Huawei 5100. Das ist ein mobiles WiFi also ein MiFi, das über eine SIM ins Internet geht und dann für bis zu fünf Gerätenein WLAN aufspannt. Absolut genial. So kann man auch mit seinem iPhone ins Internet ohne, dass das Notebook mit Surfstick laufen muss.

Soviel mal zum Thema Internet in Neuseeland. Noch offene fragen beantworten wir natürlich gerne in den Kommentaren.

Viele Grüße
Sebastian

Wellington, Tag 149: Wir leben uns ein

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So schön, wie wir uns hier schon auskennen, finden wir (mit winzig kleiner Hilfe durch’s Navi) zum Starkbucks. Um die Morgenstunde gibt es sogar freie Parkplätze!!
Nach dem Weckruf des Kaffees, fahren wir um 9:00 zur Bibliothek, die nun auch geöffnet hat und hier bleiben wir jetzt den ganzen Tag und können wunderbar arbeiten und haben wieder 500 MB zur Verfügung.
Eine Woche oder länger kann man es hier gut aushalten 🙂

Leon…

Wellington, Tag 148: Gutes Wetter

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Heute morgen fahren wir in der bekannten Kälte zur Fähre. Wir parken zum Glück nicht weit weg und sind nach wenigen hundert Metern auch schon da. Kurz eingecheckt und jetzt warten wir, bis wir auf die Fähre fahren können, zusammen mit den anderen Autofahrern. Es ist weitaus weniger los, als bei unserer ersten Fährfahrt von Wellington nach Picton.
Während wir warten, fragen uns ein paar junge Leute im Nachbarauto, ob sie nicht etwas auf den Van malen könnten. Natürlich können sie! Sie spielen „Touch“, eine Abwandlung des Rugby, ohne die ganze Gewalt dabei. Da sie demnächst ein Spiel gegen deutsche haben werden, wollen sie etwas Deutsch lernen. Wir bringen ihnen „Weißwurst esser“ bei. Das scheint ihnen zu gefallen.
Auf unserem Van verewigen sie sich mit der Teamliste ihrer Mannschaft.
Als wir nach 3 Stunden Fahrt um 11:00 von der Fähre die Straßen Wellingtons befahren, überlegen wir uns, einen oder zwei Tage hier zu bleiben.
Da wir nun wieder auf der Nordinsel sind, fahre ich den alten Toyota wieder. Auf der Sudinsel haben wir mehrere tausend Kilometer zurückgelegt. Das führt sich nun auf der Nordinsel fort. Wir versuchen aber, länger an Orten zu verweilen, anstatt nur herum zu fahren. Irgendwie müssen wir ja auch die verbleibenden Monate rum kriegen 😉
Wir fahren von Ort zu Ort, auf der Suche nach Strom für die Notebooks. In einer Seitenstraße stoßen wir auf die Bibliothek, die eine höchst interessante Einrichtung zu bieten hat: Mikrofilm- und Mikrofich-Lesegeräte zuerst von uns als riesige Röhren-Monitore identifiziert. Eine große Tischreihe mit sehr bequemen Stühlen und natürlich Steckdosen ohne Ende, bildet unseren Aufenthaltsort bis um 17:00, wenn die Bibliothek schließt. Morgen kommen wir bestimmt wieder, denn es gibt auch kostenloses Internet! Jedoch begrenzt auf 500 MB pro Tag, aber pro Gerät! 😉

Bevor wir auf unseren Schlafplatz fahren, parken wir in der Stadt und laufen etwas herum. Als wir am örtlichen Kino vorbei kommen, lassen wir uns verleiten, „Pirates of the Carribean 4“ zu schauen. Da, wo wir geparkt haben, haben wir bis morgen früh um 7:00 eine Park-Flatrate, also müssen wir uns um das Auto keine Sorgen machen.

Um 11:00 fahren wir dann zu dem Parkplatz am Rand der Stadt, wo wir schon geparkt haben, als wir auf die Fähre nach Picton gewartet haben. Wie letztes mal, ist der Platz auch wieder voll mit einem Dutzend anderer Camper.

Leon…

Malborough Sounds/Picton, Tag 147: Diesmal Sounds und keine Fjorde

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Am Morgen fahren wir wie geplant zur Bank, um unser Bargeld von gestern einzuzahlen. Indem wir den beschrifteten Umschlag der Bank am Schalter abgeben, ist das Geld schon Sekunden später auf dem Konto gutgeschrieben. Somit kann ich – währen wir zu den Malborough Sounds fahren – die Fähre für den nächsten Tag online buchen.

Das nördlichste, befahrbare Ziel der Sounds, ist der „French Pass“. Über eine Gravel Road, führt der Weg an Berghängen entlang, manchmal mit Blick auf das Meer, manchmal von dichtem Wald umgeben.

Es bietet sich uns ein wunderschöner Anblick, der dem allgemeinen Bild von Neuseeland sehr nahe kommt: rollende Hügel, Meer, Wälder und Schafe.

Selbst am hintersten Ende der Landzunge, gibt es ein kleines Dorf mit vielen Häusern, Strom, Wasser und Internetempfang. Sogar eine Schule, direkt am Strand und ein Community Centre!
So, alles gesehen, dann können wir nach Picton fahren, von wo aus morgen die Fähre ablegen wird, die uns nach Wellington bringt.

Wir erinnern uns an die Umgebung, schon als wir vor ein paar Monaten hier waren, mussten wir ewig nach einem Platz zum Schlafen suchen. Als wir ein Subway-Restaurant sehen, holen wir uns kurz was zu essen, bevor wir unsere Suche fortsetzen. Als wir keine Alternative finden, stellen wir uns auf den leeren Parkplatz eines Sportplatzes. Die scheinen sich gut zu eigenen. Zwei Damen gehen gerade in das Vereinsheim o.ä. und als wir fragen, ob wir die Nacht über bleiben können, bekommen wir mit der Antwort „We don’t care“ die inoffizielle Erlaubnis. Wir sind morgen auch schon weg, bevor es hell wird.

Gutes Nächtlein allerseits

Leon…

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